Montag, 14. Oktober 2013

Silvia Stolzenburg: Der Teufelsfürst

Inhalt:
Edine, 1447: Vlad Draculae und sein Bruder Radu leben als Geiseln am Sultanshof.
Radu ist schon bald gebrochen und fügt sich ziemlich schnell, während Vlad`s Haß auf den Prinzen der seinem Bruder nachstellt, immer größer wird.
Um Radu und sich zu retten, greift Vlad zu einer List und ist damit erfolgreich. Er bekommt eine Kriegsausbildung und kann sich schon bald in Kämpfen beweisen.

Karl von Katzenstein, der Vater von Utz und Zehra wird tot aufgefunden. Obwohl Zehra ihren Vater über alles geliebt hat, wird sie des Mordes an ihm und der Hexerei angeklagt. Sie kann zwar dem Fegefeuer entkommen, wird aber lebenslang verbannt.

Meine Meinung:
Dies sind die beiden Hauptstränge der Geschichte, die sich bis zum Schluß des Buches zusammenfinden.
Äußerst spannend und dramatisch läßt uns Silvia Stolzenburg an Vlad`s Leben teilhaben und es wird immer klarer und verständlicher, warum Vlad letztendlich zum blutrünstigen "Teufel" geworden ist.
Aber auch die Geschichte um Zehra und Utz hat mir sehr gut gefallen. Den beiden wird nichts geschenkt und sie müssen hart um ihr weiteres Leben und ihren Besitz kämpfen.
Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und mitreißend, so daß  man sich gut ins düstere und grausame Mittelalter hineinversetzen kann.
Alle Protagonisten, auch die Nebencharaktere sind sehr lebendig und authentisch geschildert.

Die kurzen Kapitel und der sich dadurch ständig wechselnde Blickwinkel, erhöhen die Spannung und macht es einem unmöglich, dass Buch zur Seite zu legen.
Die Gestaltung des Buches verdient ebenfalls ein großes Lob. Das düstere Cover ist sehr passend. Im inneren befindet sich vorne und hinten eine Karte, es gibt ein Namensverzeichnis, welches die historisch belegten Personen kursiv hervorhebt. Zum Schluß finden wir ein tolles und informatives Nachwort über Fakten und Fiktionen.

Für dieses rundum gelungene Werk gibt es von mir 5 von 5 Sternen und ich möchte das Buch unbedingt weiterempfehlen.